Am 30. März 2021 fand in Duschanbe die neunte Ministerialkonferenz „Heart of Asia – Istanbul Process“ unter dem Motto „Stärkung der Gesellschaft für Frieden und Entwicklung“ statt.
An der hochrangigen Konferenz nahmen der Präsident der Islamischen Republik Afghanistan Herr Mohammad Ashraf Ghani, sowie Außenministern und Vertretern von 15 Teilnehmerländer, darunter die Republik Tadschikistan, Afghanistan, Iran, Türkei, Aserbaidschan, Pakistan, Katar, Kasachstan, Indien, Usbekistan, Vereinigte Arabische Emirate, Saudi-Arabien, China, Russland teil. Im Präsenzformat waren 16 Geberländer und in Online-Format 16 regionale und internationale Organisationen anwesend.
„Istanbuler Prozess“ zielt darauf ab, die regionale Sicherheit sowie die wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit mit Afghanistan durch Dialog und vertrauensbildende Maßnahmen zu stärken. Der regionale Dialog begann mit der Zusammenarbeit bei der Terrorismusbekämpfung, beim Kampf gegen illegalen Drogenhandel, Armut und Extremismus.
Das Forum wurde vom Präsidenten der Republik Tadschikistan Emomali Rahmon und dem Präsidenten der Islamischen Republik Afghanistan Muhammad Ashraf Ghani eröffnet.
Zu Beginn seiner Rede betonte Staatsoberhaupt Emomali Rahmon, dass Tadschikistan und Afghanistan in verschiedenen Bereichen langfristige historische Beziehungen unterhalten. Die glorreichen Menschen der befreundeten Länder teilen gemeinsame Sprache, Kultur, deren historischen Wurzeln bis in die Jahrtausende zuückreichen. Selbstverständlich ist uns das Schicksal unserer afghanischen Brüder nicht gleichgültig ist. „Jeder Schmerz und jedes Leiden des afghanischen Volkes berührt das Herz eines jeden Tadschiken“, so Präsident Emomali Rahmon.
Es sei darauf hingewiesen, dass der tadschikische Präsident Emomali Rahmon bei mehreren Gipfeltreffen immer wieder die Weltgemeinschaft aufforderte, zur Lösung des afghanischen Problems beizutragen, da die Krise in diesem Land ein internationales Problem ist.
Staatsoberhaupt Emomali Rahmon wies auf die Bedeutung der Aktivitäten und des Status des „Heart of Asia - Istanbuler Prozess“ seit seiner Gründung im Jahr 2011 bis heute hin.
Tadschikistan unterstützt uneingeschränkt die Umsetzung einer umfassenden internationalen Strategie zur Gewährleistung der Stabilität und zur Wiederherstellung des Friedens in Afghanistan.
Wir sind zuversichtlich, dass die heutige Veranstaltung in Duschanbe ein neuer Anreiz für die Lösung von Problemen in Afghanistan und die Einführung neuer Mechanismen zum Wiederaufbau des Landes sein wird. Emomali Rahmon zeigte sich zuversichtlich, dass die internationale Gemeinschaft mit ihren neuen Initiativen und Vorschlägen den Mechanismus der Zusammenarbeit und Unterstützung Afghanistans weiter stärken wird.
Zum Abschluss der Konferenz wurde eine gemeinsame Absichtserklärung (Duschanbeer Deklaration) verabschiedet.